Ernst Fuchs (Wiener Neustadt)

Verschlagwortet mit , ,

Ausstellung "Ernst Fuchs" in Wiener Neustadt
Eine Ausstellung im Museum St. Peter an der Sperr bringt Werke von Ernst Fuchs nach Wiener Neustadt. Ein ungewöhnlicher Ausstellungsort, bin ich doch solche Ausstellungen eher in Wien gewohnt. Neugierig betrete ich das Stadtmuseum von Wiener Neustadt.

Werkschau „Ernst Fuchs – Wiener Phantastischer Realismus“

Der Schauplatz der Ausstellung trägt einen wahrhaft sperrigen Namen. Es ist das Museum St. Peter an der Sperr. Dabei handelt es sich um das Stadtmuseum von Wiener Neustadt, dessen Räumlichkeiten an einer ehemaligen Klosterkirche anschließen. Diese trug ursprünglich den Namen St. Peter an der Sperr.

Die Werke von Ernst Fuchs hängen aber in einem modernen Teil des Museums und können so von der Atmosphäre des ehemaligen Klosters nicht profitieren. Doch die Werke des Meisters der Wiener Schule des Phantastischen Realismus sprechen für sich. Sie strahlen das Phantastische auch von einer einfachen weißen Wand aus.

Ein Lebenslauf in Bildern

Die Ausstellung ist chronologisch geordnet. Sie beginnt mit den Jugendwerken des Künstlers, die bereits sehr viel Kreativität beweisen. Besonders beeindruckt bin ich von einem Selbstbildnis des jungen Ernst Fuchs, das ihn als älteren Mann zeigen soll. Ich denke, er hat sich selbst mit prophetischer Geschicklichkeit recht gut getroffen.

Die weiteren Phasen seines Schaffens scheinen mir in der Ausstellung an den angewandten Maltechniken gut unterscheidbar. So sehe ich mit fortschreitendem Alter des Künstlers vermehrt Radierungen. Die Motive bleiben aber phantastisch. Dann folgen eine Reihe von Aquarelle, in denen auch das Wirken von Ernst Fuchs als Bühnenbildner ablesbar ist. Sein Spätwerk besteht aus einer Reihe von Kreidezeichnungen auf bunten Papierbögen.

Die Ausstellung ist recht übersichtlich. Ich schreite alle Phasen des Künstlers an den Wänden eines einzigen Raumes ab. In dessen Mitte zeigen mir Skulpturen und Möbelstücke, dass Ernst Fuchs auch dreidimensionale Werke schuf. Die Möbel waren für seine Villa gedacht, die heute als Ernst-Fuchs-Villa ein Museum über ihn beherbergt.

Zwischen diesen Werken geben kleine Vitrinen einen intimeren Einblick auf das Leben des Künstlers. Sie zeigen Fotos, z.B. aus seiner Zeit in Paris. Auch von ihm verwendete Malutensilien sind zu sehen. Das für mich spannendste Ausstellungsstück: eines seiner Traumtagebücher. Die aufgeschlagene Seite verrät mir nicht viel über den Künstler. Ich finde aber die Idee nachahmenswert. Ist doch das Träumen eine besonders reizvolle Art, Selbstgespräche zu führen.

Der Mosesbrunnen in Wiener Neustadt

Auf meinem Rückweg zum Hauptbahnhof von Wiener Neustadt stosse ich auf eine ältere Verbindung von Ernst Fuchs mit der Stadt. Er hatte hier im Jahre 1997 einen Brunnen gestaltet. Es ist der Mosesbrunnen (Headerphoto), der an einer Längsseite des Doms von Wiener Neustadt steht. Die Bronze des Moses ruht dabei auf einem Brunnen, dessen Anlage mit einem Glas- und Steinmosaik verschönert ist.

Fazit

Die Ausstellung vermittelte mir einen guten Überblick über das Schaffen von Ernst Fuchs. Besonders interessant fand ich seine Frühwerke. Sie zeigten mir, dass dieser Künstler schon als junger Schüler über besondere Fähigkeiten verfügte. Die ihm zum Glück, niemand ausredete.

Quellen / Weiterführende Links

  • Link Offizielle Webseite des Museums mit Öffnungszeiten
  • Link Biographie von Ernst Fuchs auf Wikipedia