Murturm in Gosdorf

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Murturm in Gosdorf

Im Südosten der Steiermark bildet die Mur den Grenzfluss zwischen Österreich und Slowenien und ist damit auch Teil des European Green Belt. Der Murturm in Gosdorf in Form einer Doppelhelix ermöglicht den Blick auf die Flusslandschaft.

Das zweite bauliche Highlight des Tages

Nach dem Besuch der Schiffsmühle in Mureck sind wir schon auf das zweite bauliche Highlight des Tages gespannt. Auch hier fahren wir nicht bis zum eigentlichen Ziel, sondern starten schon weit davor mit einer Wanderung durch den Auwald.

Den Bus lassen wir am Röcksee stehen. Der Weg ist diesmal etwas bequemer als gerade eben noch im Wald bei der Schiffsmühle. Der Weg ist schön breit, die Bäume stehen nicht mehr so dicht zueinander. Wir nähern uns einem besonders interessanten Projekt an der Grenzmur, bei dem der Fluss aufgeweitet werden soll.

Flussaufweitung – Ein optischer Leckerbissen

In Fachworten ausgedrückt, soll hier eine weitere Sohleneintiefung durch eine Vergrößerung der Sohlenbreite erreicht werden. Ein Link sagt mehr als 1.000 Worte: Projektbeschreibung.

Als landschaftsliebender Wanderer durch die Zeiten würde ich es aber als die Möglichkeit beschreiben, mal wieder einen Fluss in seiner ursprünglichen Vielfalt an Seitenarmen, neu entstehenden Inseln und sich ständig verschiebenden Uferlinien zu erleben. Ganz so, wie man Flüsse auf alten Landkarten sehen kann: Als Fleckerlteppich und Wirrwarr von Linien.

Und wie kann man so ein Wirrwarr am besten erkennen? Von oben! Folgerichtig errichtete man an dieser besonders spannenden Stelle der Grenzmur einen 27,5 Meter hohen Turm: Den Murturm von Gosdorf. Von seiner Aussichtsplattform hat man nun einen tollen Blick auf die sich ständig ändernden Schotterbänke des Flusses oder kann die Farben eines gut durchmischten Auwaldes zählen.

Flussaufweitung der Mur bei Gosdorf

Die Helix und der Turm in Gosdorf

Die Bauweise des Turms ist übrigens eine Sehenswürdigkeit für sich. Manche sehen darin eine Anspielung auf die Doppelwendeltreppe in der Grazer Burg, andere verstehen es als eine Doppelhelix. Tatsache ist, dass sich in der Konstruktion zwei Treppen befinden. Eine zum Raufklettern und eine zum Runtersteigen. Wobei, wenn man mal oben ist, möchte man gar nicht so schnell wieder runter.

Lichtbildervorträge können auch spannend sein

Wir freuen uns aber an diesem Abend schon auf einen Lichtbildervortrag zum Thema Grünes  Band in Österreich. Präsentiert von niemand geringerem als Prof. Univ.-Doz. Dr. Johannes Gepp, der als Vertreter des Green Belt National Focal Point, die Aktivitäten rund um den österreichischen Teil des Europäischen Grünen Bandes koordiniert.

Eine perfekte Einstimmung auf den morgigen Ausflug, wo wir einen weiteren Fluss in einem Grenzgebiet besuchen wollen. Diesmal wird es die Raab an der Grenze zu Ungarn sein.

Quellen / Weiterführende Links

  • Link Beschreibung des Grünen Bands auf Wikipedia
  • Link Beschreibung des Turms im Austria-Forum

Danksagung

Mein Aufstieg durch die Doppelhelix wurde vom Naturschutzbund Österreich unterstützt.