Castello di Fagagna

Castello di Fagagna im Friaul

Auf unserem Weg vom Vogelpark Oasi dei Quadris zum Museum Cjase Cocel halten wir beim Castello di Fagagna. Von der Burg aus dem 10. Jahrhundert ist fast nichts mehr erhalten, doch der Blick in die Landschaft lädt zum Verweilen ein. [Englisch]

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Canal Grande in Triest

Blick auf Sant’Antonio Nuovo am Canal Grande

Der Canal Grande ist das Herzstück des von der österreichischen Kaiserin Maria Theresia angelegten Viertels Borgo Teresiano. Das neoklassizistische Gebäude am Endes des Kanals ist eine katholische Kirche (Sant’Antonio Nuovo). [Englisch]

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Villa Manin in Codroipo

Villa Manin in Codroipo

Am 17. Oktober 1797 wurde im Rahmen des 1. Koalitionskrieges in dieser Villa der Vertrag von Campo Formio zwischen Frankreich und Österreich unterzeichnet. Heute beherbergt das Gebäude eine Sammlung von antiken Kutschen und ein Zeughaus. Zusätzlich ist die Villa ein beliebter Veranstaltungsort. [Englisch]

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Altinum in Quarto d’Altino

Blick auf die archäologische Ausgrabung

Die antike römische Stadt Altinum befand sich auf dem Gebiet des heutigen Quarto d’Altino. Die damals sehr große Siedlung verfügte während ihrer Blütezeit über 20.000 Einwohner. Nach der Zerstörung durch die Hunnen flüchteten die Bewohner auf die kleinen Inseln in der Lagune von Venedig. [Englisch]

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Sonnenuhr in Meran

Sonnenuhr mit A.E.I.O.U. in Meran
Während meines Spaziergangs durch Meran stieß ich auf diese Sonnenuhr. Dabei fiel mir ein Merkmal besonders ins Auge. An ihrer Oberkante stand mit A.E.I.O.U. das Motto von Friedrich III. Doch das war für mich nicht das einzige Rätsel. [Englisch]

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Julius Cäsar in Cividale del Friuli

Denkmal für Julius Cäsar in Cividale del Friuli

Mit huldvoller Geste blickt Julius Caesar von seinem Podest in Cividale del Friuli. Gerade eben scheint er die Siedlung zur römischen Handelsstadt Forum Iulii erhoben und sich für ewig als Stadtvater eingeschrieben zu haben. Doch die mit seinem Namen verbundene Geschichte strahlt weit über die Stadtgrenzen hinaus. [Englisch]

Ein Imperator auf dem Marktplatz

Wer die Piazza Paolo Diacono im Herzen von Cividale del Friuli betritt, begegnet einer Gestalt, die wie ein Überbleibsel aus dem antiken Rom erscheint. Auf einem hohen Sockel steht Julius Caesar in militärischer Rüstung. Souverän und dennoch milde blickt er auf die Gäste der umliegenden Ristorante.

Für einen Moment fühlen wir uns in jene Zeit zurückversetzt, als der ehrgeizige Konsul und Feldherr von einer Eroberung zur nächsten eilte und auch hier an den äußersten Ausläufern der Julischen Alpen seine Insignien aufpflanzte. Die Statue scheint genau diese Welt heraufzubeschwören. Veni, vidi, vici … und ich bin noch immer hier.

Doch die eigentliche Überraschung erwartet den Besucher nicht hier bei diesem Werk aus edler Bronze. Sie verbirgt sich in einem Wort, das jeder Gast der Region bereits kennt.

Vom Forum Iulii zum Friaul

Die meisten Reisenden verbinden Friaul mit Weinbergen, historischen Dörfern, herzhaften Spezialitäten und italienischer Lebensart. Kaum jemand würde die Region spontan mit Julius Caesar in Verbindung bringen. Und doch führt eine sprachliche Spur zu dieser Persönlichkeit.

In römischer Zeit trug das heutige Cividale den Namen Forum Iulii – das Forum des Iulius. Aus dem lateinischen Iulii entwickelte sich über viele Jahrhunderte zunächst das friulanische Friûl, daraus das italienische Friuli und schließlich das deutsche Friaul.

Reiche entstanden und verschwanden, Herrscher kamen und gingen, doch der Name wandelte sich nur langsam. Wie ein Fluss, der über Jahrhunderte sein Bett verändert, ohne seine Richtung zu verlieren, entwickelte sich aus dem Namen Forum Iulii allmählich das heutige Friaul.

Dabei ist bemerkenswert, dass die Stadt selbst ihren antiken Namen nicht bewahrte. Nachdem sie unter den Langobarden zur bedeutenden Hauptstadt des Herzogtums Friaul geworden war, erhielt sie unter den Franken den Namen Civitas Austriae, aus dem später Cividale entstand. Friuli blieb dagegen die Bezeichnung der Region und überdauerte so die Jahrhunderte.

Wer heute seinen Urlaub im Friaul plant, spricht damit unbewusst einen Namen aus, der auf einen Helden unserer Kindheitstage verweist. Zumindest gilt das für jene von uns, die gerne Asterix-Hefte lasen.

Ist das wirklich Julius Caesar?

Je länger wir die Statue betrachten, desto mehr drängt sich eine unerwartete Frage auf: Blicken wir hier tatsächlich auf Julius Caesar? Ist diese Darstellung gar 2.000 Jahre alt? Auf dem Sockel prankt eine Inschrift:

C. IVLIO CAESARI
CONDITORI
MVN. FOROIVLII

Übersetzt bedeutet dies:

„Gaius Julius Caesar, dem Gründer der Stadt Forum Iulii.“

Damit scheint die Sache eindeutig. Die Statue beansprucht selbst, Julius Caesar darzustellen. Wer vor ihr steht, hat also allen Grund zu glauben, dem berühmten Würfler vom Rubikon gegenüberzustehen.

Und doch ist das Werk alles andere als antik. Die Statue wurde erst 1935 unter der Herrschaft von Benito Mussolini aufgestellt. Das Denkmal war damals nicht nur eine Erinnerung an einen Stadtvater, sondern wahrscheinlich auch ein deutlicher Hinweis: Hier herrscht Rom, hier ist Italien.

Gut, sie ist nicht wirklich alt, doch ihre Ahnenreihe kann sich sehen lassen: Die Bronzestatue in Cividale del Friuli ist eine Kopie einer antiken Marmorskulptur aus der Zeit Kaiser Trajans, die noch heute in den Kapitolinischen Museen in Rom zu sehen ist.

Bereits diese Skulptur in Rom scheint eine Kopie einer noch älteren Panzerstatue des historischen Julius Cäsar zu sein. Zumindest deuten die betont realistischen Altersfalten und die hohe Stirn auf eine gängige Darstellung des edlen Römers hin.

Aber spätestens hier sollten wir unsere Reflektionen beenden und uns zu den anderen Gästen in den Restaurants am Platz gesellen. Vielleicht wartet dort schon eine deftige Portion Brovada e Musèt mit einem Glas eines kräftigen Refosco auf uns.

Fazit

Statuen werden ja nach politischer Situation aufgestellt und wieder entfernt. Bezeichnungen hingegen überdauern oft Jahrhunderte. Wenn wir durch den Friaul reisen, begegnet uns Cäsar nicht erst vor dieser Bronzestatue in Cividale. Seinem Namen folgten wir bereits beim ersten Blick auf die Landkarte.

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Frecciargento in Bozen

Ein Frecciargento im Bahnhof von Bozen

Der Frecciargento (Höchstgeschwindigkeit 250 km/h) gehört gemeinsam mit dem Frecciarossa (300 km/h) und dem Frecciabianca (200 km/h) zur Gruppe der italienischen Hochgeschwindigkeitszüge. Der abgebildete Zug wartet im Hauptbahnhof von Bozen auf die Abfahrt in Richtung Rom. [Englisch]

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