Römerkastell Saalburg in Bad Homburg

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Saalburg in Bad Homburg

Im ersten Jahrhundert nach Chr. begannen die Römer an der Stelle der heutigen Saalburg mit der Anlage eines kleinen Holz-Erde-Kastells, aus dem später eine gemauerte Ausführung entstand. Diese wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts rekonstruiert.

Die Anfahrt zur Saalburg war gut ausgeschildert und auch das Parken gelang uns ohne Probleme. Gespannt betraten wir die Anlage durch die Porta Praetoria, dem wichtigsten Tor im ehemaligen Römerlager.

In der Saalburg

Im Kastell erwarteten uns mehrere Gebäude, die wichtige Einrichtungen eines römisches Lagers zeigten. Dazu gehörten die Mannschaftsunterkünfte als auch das Haus des Kommandanten. Besonders beeindruckend wirkte die große Appellhalle. Hier hatte wohl die ganze Truppe Platz.

Im ehemaligen Getreidespeicher – dem Horreum – wies eine Ausstellung über die römische Geschichte der näheren Umgebung ein. Leicht andächtig besuchten wir auch das Fahnenheiligtum, wo die wichtigsten Elemente lagerten: die Truppenzeichen und die Truhe mit dem Sold.

Zum Zeitpunkt unseres Besuches gab es in einem der Räume eine Ausstellung über römisches Spielzeug. Dieses wurde den heutigen Spielwaren gegenübergestellt. Scheinbar gab es damals schon vieles, was wir heute auch kennen: Brettspiele, Puppen, Spielfiguren, sowie Holzwaffen für den Nachwuchs-Zenturio.

Während sich die Legionäre damals selbst bekochen mussten, hatten wir es als Besucher einfacher. Eine Taberna im Stil der alten Römer versorgte uns mit Speisen und Getränke nach antiken Rezepten.

Rund um der Saalburg

Rund um die Anlage führte ein kleiner Lehrpfad, der an verschiedene Spuren der Römer im Gelände vorbeiführte. So spazierten wir durch einen Nachbau eines Limesdurchgangs und versuchten im Wald versteckte Schanzen auszuspähen. Dabei stießen wir auf die Reste der originalen Limesmauer, die sich als langgestreckter Hügel im Wald abzeichneten.

Ein interessantes Detail bot sich uns beim Blick auf die Lagermauer von außen. An einer Stelle war beispielhaft das Bruchsteinmauerwerk mit einem Verputz überzogen, der ein weißes Quadermauerwerk vortäuschte. Die kleine Festung musste früher in ihrem Weiß beeindruckend ausgesehen haben.

Resümee

Die Saalburg vermittelt sehr gut, wie die wichtigsten militärischen Gebäude und die Lagerumwehrung ausgesehen haben. Allerdings ist das Kastell nicht zur Gänze rekonstruiert, dass heißt es gibt einige freie Flächen innerhalb der Mauer. Es wäre spannend gewesen, zu erleben, wie eng es in einem vollständig aufgebauten Militärlager war.

Stand: August 2007

Quellen / Weiterführende Links

  • Link Beschreibung des Kastells auf Wikipedia
  • Link Offizielle Webseite mit Öffnungszeiten