Kanaldeckel in Coburg

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Coburger Mohr auf einem Kanaldeckel in Coburg

Während ich mich von einem Coburger Erker zum anderen bewege, stoße ich immer wieder auf ihn: dem Coburger Mohren. So nennen die Einwohner den abgebildeten Kopf in ihrem Stadtwappen und auf den Kanaldeckeln von Coburg.


Der Coburger Mohr

Bei dem Coburger Mohren handelt es sich um den Heiligen Mauritius. Dieser ist gleichzeitig auch der Patron der Stadt. Seine historischen Wurzeln führen in den Bereich der christlichen Legenden. Angeblich diente er als Kommandant der Thebäischen Legion. Mit dieser starb er um 303 den Märtyrertod.

Er gilt als einstiger Besitzer der Heiligen Lanze, die deshalb öfters auch Mauritiuslanze genannt wird. Diese legendäre Waffe fand später ihren Weg in die Wiener Schatzkammer. Angeblich verhilft sie ihrem Träger zum Sieg. Für Mauritius und seiner Thebäischen Legion scheint das nicht gestimmt zu haben.

Für viele ist ohnehin ein anderes Detail interessanter. Auf dem Rathausgiebel der Stadt Coburg steht eine Abbildung von Mauritius mit einem Marschallstab in der Hand. Dessen Länge von 31 cm gilt als Vorbild für die Coburger Bratwurst. Deshalb nennen ihnen die Einheimischen liebevoll Bratwurstmännle.

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